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9.2 Militär – Repetiergewehr (G – RM 1) Präzision

Langwaffen Disziplinen

9.2.1 Waffe:

Alle Großkalibergewehre, die zum Verschießen von Metallpatronen mit Nitrotreibladungspulver und Mantelgeschossen eingerichtet sind und in einer regulären Armee, Grenzschutz, Polizei oder Zollverwaltung über das Versuchsstadium hinaus eingeführt worden sind (Entwicklungstand bis 1945, cal. 6,5 – 8 mm Zentralfeuerpatronen. Magazinkapazität mindestens 5 Patronen). Zugelassen sind auch Lauf und Patronenlager im Kaliber .308 Winchester, wenn alle anderen Merkmale dem Original entsprechen.

9.2.2 Visierung:

Feststehendes Korn mit oder ohne Kornschutz und verstellbarer oder feststehender Kimme. Maßnahmen zur Verbesserung des Kontrastes sind nur erlaubt, soweit der Charakter der Visierung erhalten bleibt. Eine Schwärzung der Visierung zur Vermeidung von Reflexionen ist erlaubt.
Handelsübliche, offene Visierungen mit Feinjustierung sind erlaubt, jedoch keine Diopter jeglicher Art sofern nicht bereits im Originalzustand angebracht. Auch nicht mit Steg, gleich eines Balkenkornes im Wechseltunnel, der einem Feinvisier entspricht.

9.2.3 Kaliber:

6,5 – 8 mm Zentralfeuerpatronen.

9.2.4 Scheibe:

10er Ring, 100 cm Durchmesser (Bw-Scheibe Nr. 2) oder 50 cm Durchmesser gemäß 10.1.

9.2.5 Scheibenentfernung:

Vom hinteren Rand der Entfernungslinie gemessen beträgt die Entfernung zur Scheibe 100 m (+/- 0,5 m).

9.2.6 Schäftung:

Die Schäftung muss dem Original entsprechen. Handballenauflagen, Handstützen sind nicht erlaubt.

9.2.7 Abzug:

Der Abzug darf nicht verändert werden. Der Abzugswiderstand im Moment der Auslösung darf nicht geringer als 1.000 g sein.

9.2.8 Anschlagarten:

Liegend freihändig oder aufgelegt.

9.2.9 Schusszahl:

5 Schuss Probe
30 Schuss Wertung (15 Schuss Wertung)

9.2.10 Schießzeit für Wertungsschüsse:

30 Min. (15 Minuten).

9.2.11 Ablauf:

Der Schütze schießt 6 bzw. 3 Serien zu je 5 Schuss pro Scheibe. Der Schütze liegt mit fertig geladener Waffe in Schussposition “liegend freihändig”. Auf Zuruf ”Start” beginnt das Schießen. Auf Zuruf ”Stopp” stellt er das Schießen ein. Die Schießzeit ist während jeden Scheibenwechsels unterbrochen. Die Probeschüsse werden auf eine eigene Scheibe abgegeben.

9.2.12 Anzeige:

Die Beobachtung aller Probe- und Wertungsschüsse mit einem Fernglas, Spektiv oder die Anzeige mit “spotting disc” ist erlaubt. Auf Ständen mit Zuganlagen ist die Beobachtung jedes Schusses mittels der Zuganlage erlaubt.

9.2.13 Zielhilfsmittel:

Es sind nur Sehhilfen des täglichen Gebrauchs zulässig. Das Abdecken des nichtzielenden Auges ist nicht erlaubt.

9.2.14 Bekleidung/Ausrüstung:

Die Verwendung von Schießjacken, Schießmützen und Schießhandschuhen ist nicht erlaubt. Ellenbogenschützer und Schießriemen sind nicht zulässig.

9.2.15 Bemerkungen:

1. Bei Meisterschaften oder bei Bedarf kann die Anzahl der Wertungsschüsse auf 15 begrenzt werden.

2. Die Disziplin kann, je nach Schießstand, auch auf Entfernung 200 m / 250m / 300 m im Anschlag „liegend aufgelegt“ geschossen werden.

9.3 Militär – Repetiergewehr (G – RM 2) Dreistellung

9.3.1 Waffe:

Alle Großkalibergewehre, die zum Verschießen von Metallpatronen mit Nitrotreibladungspulver und Mantelgeschossen eingerichtet sind und in einer regulären Armee, Grenzschutz, Polizei oder Zollverwaltung über das Versuchsstadium hinaus eingeführt worden sind (Entwicklungstand bis 1945, cal. 6,5 – 8 mm Zentralfeuerpatronen. Magazinkapazität mindestens 5 Patronen). Zugelassen sind auch Lauf und Patronenlager im Kaliber .308 Winchester, wenn alle anderen Merkmale dem Original entsprechen.

9.3.2 Visierung:

Feststehendes Korn mit oder ohne Kornschutz und verstellbarer oder feststehender Kimme. Maßnahmen zur Verbesserung des Kontrastes sind nur erlaubt, soweit der Charakter der Visierung erhalten bleibt. Eine Schwärzung der Visierung zur Vermeidung von Reflexionen ist erlaubt.
Handelsübliche, offene Visierungen mit Feinjustierung sind erlaubt, jedoch keine Diopter jeglicher Art sofern nicht bereits im Originalzustand angebracht. Auch nicht mit Steg, gleich eines Balkenkornes im Wechseltunnel, der einem Feinvisier entspricht.

9.3.3 Kaliber:

6,5 – 8 mm Zentralfeuerpatronen.

9.3.4 Scheibe:

10er Ring, 100 cm Durchmesser (Bw-Scheibe Nr. 2) oder 50 cm Durchmesser gemäß 10.1.

9.3.5 Scheibenentfernung:

Vom hinteren Rand der Entfernungslinie gemessen beträgt die Entfernung zur Scheibe 100 m (+/- 0,5 m).

9.3.6 Schäftung:

Die Schäftung muss dem Original entsprechen. Handballenauflagen und Handstützen sind nicht erlaubt.

9.3.7 Abzug:

Der Abzug darf nicht verändert werden und der Abzugswiderstand im Moment der Auslösung nicht geringer als 1.000 g sein.

9.3.8 Anschlagarten:

Liegend freihändig Kniend freihändig Stehend freihändig.

9.3.9 Schusszahl:

5 Schuss Probe
30 Schuss Wertung (15 Schuss Wertung).

9.3.10 Schießzeit für Wertungsschüsse:

15 Min. (7 Min.30 Sek.).

9.3.11 Ablauf:

Der Schütze schießt in jeder Anschlagsart 2 Serien zu 5 Schuss pro Scheibe. Der Schütze liegt mit fertig geladener Waffe in Schussposition. Auf Zuruf Start” beginnt er das Schießen. Auf Zuruf ”Stopp” stellt er das Schießen ein. Die Schießzeit ist während jeden Scheibenwechsels unterbrochen.
Die Probeschüsse werden auf eine eigene Scheibe abgegeben.

9.3.12 Anzeige:

Die Beobachtung aller Probe- und Wertungsschüsse mit einem Fernglas, Spektiv oder die Anzeige mit “spotting disc” ist erlaubt. Auf Ständen mit Zuganlagen ist die Beobachtung jedes Schusses mittels der Zuganlage erlaubt.

9.3.13 Zielhilfsmittel:

Es sind nur Sehhilfen des täglichen Gebrauchs zulässig. Das Abdecken des nichtzielenden Auges ist nicht erlaubt.

9.3.14 Bekleidung/Ausrüstung:

Die Verwendung von Schießjacken, Schießmützen und Schießhandschuhen ist nicht erlaubt. Ellenbogenschützer, Schießriemen und Kniendrollen sind nicht zulässig.

9.3.15 Bemerkungen:

1. Bei Meisterschaften oder bei Bedarf kann die Anzahl der Wertungsschüsse auf 15 begrenzt werden.
2. Die Disziplin kann auch auf Entfernung 150 m geschossen werden.

9.4 Repetiergewehr (G – R 1) Präzision

9.4.1 Waffe:

Alle Großkalibergewehre, die zum Verschießen von Metallpatronen mit Nitrotreibladungspulver und Mantelgeschossen eingerichtet sind. Magazinkapazität mindestens 5 Patronen.

9.4.2 Visierung:

Offene Visierung oder Diopter

9.4.3 Kaliber:

5,56 – 8 mm Zentralfeuerpatronen.

9.4.4 Scheibe:

10er Ring, 50 cm Durchmesser gemäß 10.1 oder 50 cm Durchmesser gemäß 10.3.

9.4.5 Scheibenentfernung:

Vom hinteren Rand der Entfernungslinie gemessen beträgt die Entfernung zur Scheibe 100 m (+/- 0,5 m).

9.4.6 Schäftung:

Verstellbarer Schaftrücken und Schaftkappe (anatomisch geformt) sind erlaubt.

9.4.7 Abzug:

Abzug beliebig. Stecher, Rückstecher und elektrische Abzugsauslösung sind nicht erlaubt. Der Abzugswiderstand im Moment der Auslösung darf nicht geringer als 1.000 g sein.

9.4.8 Anschlagarten:

Liegend freihändig.

9.4.9 Schusszahl:

5 Schuss Probe
30 Schuss Wertung (15 Schuss Wertung).

9.4.10 Schießzeit für Wertungsschüsse:

15 min. (7 Min.30 Sek.).

9.4.11 Ablauf:

Der Schütze schießt 6 Serien zu je 5 Schuss. 3 Serien pro Scheibe. Der Schütze liegt mit fertig geladener Waffe in Schussposition
Auf Zuruf ”Start” beginnt das Schießen. Auf Zuruf ”Stopp” stellt er das
Schießen ein.
Die Schießzeit ist während jeden Scheibenwechsels unterbrochen.
Die Probeschüsse werden auf eine eigene Scheibe abgegeben.

9.4.12 Anzeige:

Die Beobachtung aller Probe- und Wertungsschüsse mit einem Fernglas, Spektiv oder die Anzeige mit “spotting disc” ist erlaubt. Auf Ständen mit Zuganlagen ist die B

9.4.13 Zielhilfsmittel:

Es sind nur Sehhilfen des täglichen Gebrauchs zulässig. Das Abdecken des nichtzielenden Auges ist nicht erlaubt.

9.4.14 Bekleidung/Ausrüstung:

Die Verwendung von Schießjacken, Schießmützen und Schießhandschuhen ist nicht erlaubt. Ellenbogenschützer und Schießriemen sind nicht zulässig.

9.4.15 Bemerkungen:

1. Bei Meisterschaften oder bei Bedarf kann die Anzahl der Wertungsschüsse auf 15 begrenzt werden.
2. Die Disziplin kann, je nach Schießstand, auch auf Entfernung 200 m / 250 m / 300 m im Anschlag „liegend aufgelegt“ geschossen werden.

9.5 Halbautomatisches Gewehr (G – H 1) Präzision + Zeitserie & LPZ

9.5.1 Waffe:

Halbautomatisches Gewehr cal. 5,56 – 6,4 mm, Magazinkapazität maximal 10 Patronen. Die Bestimmungen des § 6 AWaffV vom 27.10.2003 sind einzuhalten.

9.5.2 Visierung:

Elektrooptische Visierung (Reflexvisier) ohne jede Vergrößerungsmöglichkeit oder offene Visierung (feststehendes oder höhen- und seitenverstellbares Korn mit oder ohne Kornschutz, höhen- und seitenverstellbares V-, U- oder Lochkimme ohne Ringkorn).

9.5.3 Kaliber:

5,56 – 6,4 mm Zentralfeuerpatronen.

9.5.4 Scheibe:

10er Ring, 50 cm Durchmesser gemäß 10.1 oder 50 cm Durchmesser gemäß 10.3.

9.5.5 Scheibenentfernung:

Vom hinteren Rand der Entfernungslinie gemessen beträgt die Entfernung zur Scheibe 100 m (+/- 0,5 m).

9.5.6 Schäftung:

Schäftungen die waffenrechtlich zugelassen sind. Zusätzliche Handgriffe und das Benutzen von Hakenkappen sind nicht erlaubt.

9.5.7 Abzug:

Der Abzug darf von außen nicht veränderbar sein. Der Abzugswiderstand im Moment der Auslösung darf nicht geringer als 1.000 g sein.

9.5.8 Anschlagarten:

Liegend freihändig.

9.5.9 Schusszahl:

5 Schuss Probe
Präzision: 30 Schuss Wertung (15 Schuss Wertung)
Zeitserie: 30 Schuss Wertung (15 Schuss Wertung).

9.5.10 Schießzeit für Wertungsschüsse:

Präzision: 12 Min. (6 Min.)
Zeitserie: 3 x 60 Sek. (3 x 30 Sek.)

9.5.11 Ablauf:

Präzision:
Der Schütze schießt 3 Serien zu je 10 Schuss (5 Schuss) pro Scheibe. Der Schütze liegt mit fertig geladener Waffe in Schussposition. Auf Zuruf ”Start” beginnt er das Schießen. Auf Zuruf ”Stopp” stellt er das Schießen ein. Die Schießzeit ist während jeden Scheibenwechsels unterbrochen. Die Probeschüsse werden auf eine eigene Scheibe abgegeben.

Zeitserie:
Der Schütze schießt 3 Serien zu je 10 Schuss (5 Schuss) pro Scheibe. Der Schütze liegt mit fertig geladener Waffe in Schussposition. Auf Zuruf ”Start” beginnt das Schießen. Auf Zuruf ”Stopp” stellt er das Schießen ein. Die Schießzeit ist während jeden Scheibenwechsels unterbrochen. Die Probeschüsse werden auf eine eigene Scheibe abgegeben.

9.5.12 Anzeige:

Die Beobachtung der Probeschüsse kann mit jedem beliebigen Beobachtungsglas erfolgen.

9.5.13 Zielhilfsmittel:

Es sind nur Sehhilfen des täglichen Gebrauchs zulässig. Das Abdecken des nichtzielenden Auges ist nicht erlaubt.

9.5.14 Bekleidung/Ausrüstung:

Die Verwendung von Schießjacken, Schießmützen und Schießhandschuhen ist nicht erlaubt. Ellenbogenschützer und Schießriemen sind nicht zulässig.

9.5.15 Bemerkungen:

1. BeiMeisterschaftenoderbeiBedarfkanndieAnzahlder Wertungsschüsse auf je 15 begrenzt werden.
2. DieDisziplinkann,jenachSchießstand,auchaufEntfernung200m/250 m / 300 m im Anschlag „liegend aufgelegt“ geschossen werden.

9.6 Halbautomatisches Gewehr (G – H 2) Präzision + Zeitserie & LPZ

9.6.1 Waffe:

Halbautomatisches Gewehr cal. 6,5 – 8 mm, Magazinkapazität maximal 10 Patronen. Die Bestimmungen § 6 AWaffV vom 27.10.2003 sind einzuhalten.

9.6.2 Visierung:

Elektrooptische Visierung (Reflexvisier) ohne jede Vergrößerungsmöglichkeit oder offene Visierung (feststehendes oder höhen- und seitenverstellbares Korn mit oder ohne Kornschutz, höhen- und seitenverstellbares V-,U- oder Lochkimme ohne Ringkorn).

9.6.3 Kaliber:

6,5 – 8 mm Zentralfeuerpatronen.

9.6.4 Scheibe:

10er Ring, 50 cm Durchmesser gemäß 10.1 oder 50 cm Durchmesser gemäß 10.3.

9.6.5 Scheibenentfernung:

Vom hinteren Rand der Entfernungslinie gemessen beträgt die Entfernung zur Scheibe 100 m (+/- 0,5 m).

9.6.6 Schäftung:

Schäftungen die waffenrechtlich zugelassen sind. Zusätzliche Handgriffe und das Benutzen von Hakenkappen sind nicht erlaubt.

9.6.7 Abzug:

Der Abzug darf von außen nicht veränderbar sein. Der Abzugswiderstand im Moment der Auslösung darf nicht geringer als 1.000 g sein.

9.6.8 Anschlagarten:

Liegend freihändig.

9.6.9 Schusszahl:

Präzision:
5 Schuss Probe
30 Schuss Wertung (15 Schuss Wertung)

Zeitserie:
30 Schuss Wertung (15 Schuss Wertung)

9.6.10 Schießzeit für Wertungsschüsse:

Präzision: 10 Min. (5 Minuten)
Zeitserie: 3 x 60 Sekunden (3 x 30 Sekunden).

9.6.11 Ablauf:

Präzision:
Der Schütze schießt 3 Serien zu je 10 Schuss (5 Schuss) pro Scheibe. Der Schütze liegt mit fertig geladener Waffe in Schussposition. Auf Zuruf ”Start” beginnt das Schießen. Auf Zuruf ”Stopp” stellt er das Schießen ein. Die Schießzeit ist während jeden Scheibenwechsels unterbrochen. Die Probeschüsse werden auf eine eigene Scheibe abgegeben.

Zeitserie:
Der Schütze schießt 3 Serien zu je 10 Schuss (5 Schuss) pro Scheibe. Der Schütze liegt mit fertig geladener Waffe in Schussposition. Auf Zuruf ”Start” beginnt das Schießen. Auf Zuruf ”Stopp” stellt er das Schießen ein. Die Schießzeit ist während jeden Scheibenwechsels unterbrochen. Die Probeschüsse werden auf eine eigene Scheibe abgegeben.

9.6.12 Anzeige:

Die Beobachtung der Probeschüsse kann mit jedem beliebigen Beobachtungsglas erfolgen.

9.6.13 Zielhilfsmittel:

Es sind nur Sehhilfen des täglichen Gebrauchs zulässig. Das Abdecken des nichtzielenden Auges ist nicht erlaubt.

9.6.14 Bekleidung/Ausrüstung:

Die Verwendung von Schießjacken, Schießmützen und Schießhandschuhen ist nicht erlaubt. Ellenbogenschützer und Schießriemen sind nicht zulässig.

9.6.15 Bemerkungen:

1. Bei Meisterschaften oder bei Bedarf kann die Anzahl der Wertungsschüsse auf je 15 begrenzt werden.
2. Die Disziplin kann, je nach Schießstand, auch auf Entfernung
200 m / 250 m / 300 m im Anschlag „liegend aufgelegt“ geschossen werden.

9.7 Halbautomatisches Gewehr (G – H 3) Dreistellung & LPZ

9.7.1 Waffe:

Halbautomatisches Gewehr (cal. 5,56 – 8 mm) Magazinkapazität maximal 10 Patronen. Die Bestimmungen des § 6 AWaffV vom 27.10.2003 sind einzuhalten.

9.7.2 Visierung
Elektrooptische Visierung (Reflexvisier) ohne jede Vergrößerungsmöglichkeit oder offene Visierung (feststehendes oder höhen- und seitenverstellbares Korn mit oder ohne Kornschutz, höhen- und seitenverstellbares V-, U- oder Lochkimme ohne Ringkorn).
9.7.3 Kaliber:

5,56 – 8 mm Zentralfeuerpatronen.

9.7.4 Scheibe:

10er Ring, 100 cm Durchmesser gemäß 10.1 oder 50 cm Durchmesser gemäß 10.3.

9.7.5 Scheibenentfernung:

Vom hinteren Rand der Entfernungslinie gemessen beträgt die Entfernung zur Scheibe 100 m (+/- 0,5 m).

9.7.6 Schäftung:

Schäftungen die waffenrechtlich zugelassen sind. Zusätzliche Handgriffe und das Benutzen von Hakenkappen sind nicht erlaubt.

9.7.7 Abzug:

Der Abzug darf von außen nicht veränderbar sein. Der Abzugswiderstand im Moment der Auslösung darf nicht geringer als 1.000 g sein.

9.7.8 Anschlagarten:

Liegend freihändig
Kniend freihändig Stehend freihändig.

9.7.9 Schusszahl:

5 Schuss Probe
30 Schuss Wertung (15 Schuss Wertung).

9.7.10 Schießzeit für Wertungsschüsse:

3 x 120 Sekunden (3 x 60 Sekunden).

9.7.11 Ablauf:

Der Schütze schießt je Anschlagsart eine Serie zu 10 Schuss (5 Schuss) pro Scheibe. Zeit pro Serie 120 Sekunden (60 Sekunden).
Der Schütze liegt mit fertig geladener Waffe in Schussposition Auf Zuruf ”Start” beginnt das Schießen. Auf Zuruf ”Stopp” stellt er dasSchießen ein.
Die Schießzeit ist während jeden Scheibenwechsels unterbrochen. Die Probeschüsse werden auf eine eigene Scheibe abgegeben.

9.7.12 Anzeige:

Die Beobachtung der Probeschüsse kann mit jedem beliebigen Beobachtungsglas erfolgen.

9.7.13 Zielhilfsmittel:

Es sind nur Sehhilfen des täglichen Gebrauchs zulässig. Das Abdecken des nichtzielenden Auges ist nicht erlaubt.

9.7.14 Bekleidung/Ausrüstung:

Die Verwendung von Schießjacken, Schießmützen und Schießhandschuhen ist nicht erlaubt. Ellenbogenschützer und Schießriemen sind nicht zulässig.

9.7.15 Bemerkungen:

1. Die Anzahl der Wertungsschüsse kann auf 15 Schuss begrenzt werden.
2. Die Disziplin kann auch auf Entfernung 200 m geschossen werden.
3. In Bundeswehr-Schießanlagen kann die Disziplin auch auf, aus dem Zentrum der 10er Ringscheiben mit den Maßen 50×50 erstellten, Klappfallscheiben geschossen werden. Die Scheiben dürfen aber keine menschliche Silhouetten darstellen.

Scheibenstellung 1,2,3,4 bei 15er Klappscheibenzielgelände (KLAFA)
Scheibenstellung 1,2,3,4,5,6 bei 18er Klappscheibenzielgelände
2 Schützen bei 15er KLAFA,
3 Schützen bei 18er KLAFA.
Entsprechend schießen zwei bzw. drei Schützen gleichzeitig auf jeweils zwei Ziele.

Schusszahl:

Der Schütze schießt in jeder Anschlagsart fünf Serien zu je 2 Schüssen in jeweils 8 Sekunden auf die beiden Ziele. Danach erfolgt Stellungswechsel und Nachladen.
AusWertung:

Es zählen die Anzahl der Treffer auf jeder Scheibe.

9.8 Halbautomatisches Gewehr (G – .30 M1) Dreistellung

9.8.1 Waffe:

Halbautomatisches Gewehr .30 M1 Carbine, im Originalzustand. Die Bestimmungen des § 6 AWaffV vom 27.10.2003 sind einzuhalten.

9.8.2 Visierung:

Originalvisierung mit oder ohne Kornbacken. Maßnahmen zur Verbesserung des Kontrastes sind nur erlaubt, soweit der Charakter der Visierung erhalten bleibt. Eine Schwärzung der Visierung zur Vermeidung von Reflexionen ist erlaubt.

9.8.3 Kaliber:

.30 Carbine.

9.8.4 Scheibe:

10er Ring, auf 25 % verkleinerte BDMP Scheibe gemäß 10.5.

9.8.5 Scheibenentfernung:

Vom hinteren Rand der Entfernungslinie gemessen beträgt die Entfernung zur Scheibe 25 m (+/- 0,1 m).

9.8.6 Schäftung:

Die Schäftung muss dem Original entsprechen.

9.8.7 Abzug:

Abzug darf nicht veränderbar sein und muss dem Original (ca. 2.500 g) entsprechen, Matchabzüge sind nicht erlaubt.

9.8.8 Anschlagarten:

Liegend freihändig
Kniend freihändig Stehend freihändig.

9.8.9 Schusszahl:

5 Schuss Probe
15 Schuss Wertung.

9.8.10 Schießzeit für Wertungsschüsse:

3 x 5 Minuten.

9.8.11 Ablauf:

Der Schütze schießt je Anschlagsart eine Serie zu 5 Schuss.
3 Serien pro Scheibe. Zeit pro Serie 5 Minuten. Der Schütze liegt mit fertig geladener Waffe in Schussposition. Auf Zuruf ”Start” beginnt das Schießen. Auf Zuruf ”Stopp” stellt er das Schießen ein. Die Schießzeit ist während jeden Scheibenwechsels unterbrochen. Die Probeschüsse werden auf eine eigene Scheibe abgegeben.

9.8.12 Anzeige:

Die Beobachtung aller Probe- und Wertungsschüsse mit einem Fernglas oder Spektiv ist erlaubt. Auf Ständen mit Zuganlagen ist die Beobachtung jedes Schusses mittels der Zuganlage erlaubt.

9.8.13 Zielhilfsmittel:

Es sind nur Sehhilfen des täglichen Gebrauchs zulässig. Das Abdecken des nichtzielenden Auges ist nicht erlaubt.

9.8.14 Bekleidung/Ausrüstung:

Die Verwendung von Schießjacken, Schießmützen und Schießhandschuhen ist nicht erlaubt. Ellenbogenschützer, Schießriemen und Kniendrollen sind nicht zulässig.

9.8.15 Bemerkungen:

Die Disziplin kann auch auf Entfernung 50 m / 100 m geschossen werden. Dann ist die Scheibe auf nur 50 % zu verkleinern, bzw. im Original zu verwenden.
Die Munition dieser Waffe ist aufgrund ihrer relativ geringen Energie (E0 < 1.500 Joule) auch auf normalen Pistolenständen zugelassen. Somit können Wettkämpfe mit diesem Gewehr auch außerhalb von Bundeswehrstandortschießanlagen durchgeführt werden. Weiterhin werden Wettkämpfe mit dieser Waffe in befreundeten Verbänden und international geschossen. Bei dieser Disziplin wird im Besonderen auf die Beachtung der Nutzungsvorschriften für den Stand verwiesen. [/tg_accordion] [tg_accordion title="9.9 Repetier – Zielfernrohrgewehr (G –RZF 1) Präzision" icon="" close="1"]

9.9.1 Waffe:

Zugelassen sind Repetiergewehre und Einzellader.

9.9.2 Zielfernrohr:
Beliebige Bauart.
9.9.3 Kaliber:

5,56 mm – 8,6 mm Zentralfeuerpatronen (.223 Rem – .338)

9.9.4 Scheibe:

10er Ring, 50 cm Durchmesser gemäß 10.1 oder 50 cm Durchmesser gemäß 10.3.

9.9.5 Scheibenentfernung:

Vom hinteren Rand der Entfernungslinie gemessen beträgt die Entfernung zur Scheibe 300 m (+/- 0,5 m).

9.9.6 Schäftung:

Schäftungen die waffenrechtlich zugelassen sind. Zusätzliche Handgriffe, das Benutzen von Hakenkappen und Erdspornen sind nicht erlaubt.

9.9.7 Abzug:

Der Abzug darf nicht verändert werden. Der Abzugswiderstand im Moment der Auslösung darf nicht geringer als 1.000 g sein.

9.9.8 Anschlagarten:

Liegend aufgelegt. Gewehrauflage nur im Bereich des Vorderschaftes.

9.9.9 Schusszahl:

5 Schuss Probe
20 Schuss Wertung (10 Schuss Wertung).

9.9.10 Schießzeit für Wertungsschüsse:

20 Minuten (10 Minuten).

9.9.11 Ablauf:

Der Schütze schießt 4 Serien (2 Serien) zu je 5 Schuss. 2 Serien pro Scheibe. Zeit pro Serie 5 Minuten. Der Schütze liegt mit fertig geladener Waffe in Schussposition. Auf Zuruf ”Start” beginnt das Schießen. Auf Zuruf ”Stopp” stellt er das Schießen ein. Die Schießzeit ist während jeden Scheibenwechsels unterbrochen. Die Probeschüsse werden auf eine eigene Scheibe abgegeben.

9.9.12 Anzeige:

Die Beobachtung aller Probe- und Wertungsschüsse mit einem Fernglas, Spektiv oder die Anzeige mit “spotting disc” ist erlaubt. Auf Ständen mit Zuganlagen ist die Beobachtung jedes Schusses mittels der Zuganlage erlaubt.

9.9.13 Zielhilfsmittel:

Es sind nur Sehhilfen des täglichen Gebrauchs zulässig. Das Abdecken des nichtzielenden Auges ist nicht erlaubt.

9.9.14 Bekleidung:

Die Verwendung von Schießjacken, Schießmützen und Schießhandschuhen ist nicht zulässig. Ellenbogenschützer sind nicht erlaubt.

9.9.15 Bemerkungen:

1. Die Anzahl der Wertungsschüsse kann auf 10 begrenzt werden.
2. Bei Schießständen ohne 300 m-Bahn, kann die Disziplin auch auf 250 m, 200 m oder 100 m geschossen werden.
3. Auf Schießständen, welche die Möglichkeit bieten, darf auch auf größere Entfernung geschossen werden.
4. Bei den kürzeren Entfernungen kann die Scheibe Nr. 10.8 bzw. 10.9 kleinst verwendet werden.
5. Zweibein am Vorderschaft ist erlaubt.

9.9.16 Wertung:

Die Wertung kann unterteilt werden in
a) Repetiergewehre, die bis 1945 oder
b) ab 1945 bei Behörden eingeführt wurden (einschließlich entsprechender Einzellader).
c) Alle Repetiergewehre und Einzellader, die nicht unter Klasse I und II fallen.

Zugelassen sind in den Wertungen a) und b) nur Gewehre, die aus einer Dienstwaffe entwickelt und bei einer regulären Armee, Polizei oder Zollverwaltung eingeführt wurden.

9.10 Halbautomatisches Zielfernrohrgewehr (G – HZF 1) – Präzision

9.10.1 Waffe:

Zugelassen sind halbautomatische Zielfernrohrgewehre. Die Bestimmungen des § 6 AWaffV vom 27.10.2003 sind einzuhalten.

9.10.2 Zielfernrohr:
Beliebige Bauart.
9.10.3 Kaliber:

5,56 – 8 mm Zentralfeuerpatronen.

9.10.4 Scheibe:

10er Ring, 50 cm Durchmesser gemäß 10.1 oder 50 cm Durchmesser gemäß 10.3.

9.10.5 Scheibenentfernung:

Vom hinteren Rand der Entfernungslinie gemessen beträgt die Entfernung zur Scheibe 300 m (+/- 0,5 m).

9.10.6 Schäftung:

Schäftungen die waffenrechtlich zugelassen sind. Zusätzliche Handgriffe, das Benutzen von Hakenkappen und Erdspornen sind nicht erlaubt.

9.10.7 Abzug:

Der Abzug darf nicht verändert werden. Der Abzugswiderstand im Moment der Auslösung darf nicht geringer als 1.000 g sein.

9.10.8 Anschlagarten:

Liegend aufgelegt. Gewehrauflage nur im Bereich des Vorderschaftes,

9.10.9 Schusszahl:

5 Schuss Probe
20 Schuss Wertung (10 Schuss Wertung).

9.10.10 Schießzeit für Wertungsschüsse:

20 Minuten (10 Minuten).

9.10.11 Ablauf:

Der Schütze schießt 4 Serien (2 Serien) zu je 5 Schuss. 2 Serien pro Scheibe. Zeit pro Serie 5 Minuten. Der Schütze liegt mit fertig geladener Waffe in Schussposition. Auf Zuruf ”Start” beginnt das Schießen. Auf Zuruf ”Stopp” stellt er das Schießen ein. Die Schießzeit ist während jeden Scheibenwechsels unterbrochen. Die Probeschüsse werden auf eine eigene Scheibe abgegeben.

9.10.12 Anzeige:

Die Beobachtung aller Probe- und Wertungsschüsse mit einem Fernglas, Spektiv oder die Anzeige mit “spotting disc” ist erlaubt. Auf Ständen mit Zuganlagen ist die Beobachtung jedes Schusses mittels der Zuganlage erlaubt.

9.10.13 Zielhilfsmittel:

Es sind nur Sehhilfen des täglichen Gebrauchs zulässig. Das Abdecken des nichtzielenden Auges ist nicht erlaubt.

9.10.14 Bekleidung:

Die Verwendung von Schießjacken, Schießmützen und Schießhandschuhen ist nicht zulässig. Ellenbogenschützer sind nicht erlaubt.

9.10.15 Bemerkungen:

1. Die Anzahl der Wertungsschüsse kann auf 10 begrenzt werden.
2. Bei Schießständen ohne 300 m Bahn, kann die Disziplin auch auf 250 m, 200 m oder 100 m geschossen werden.
3. Auf Schießständen, welche die Möglichkeit bieten, darf auch auf größere Entfernung geschossen werden.
4. Bei kürzeren Entfernungen kann die Scheibe Nr. 10.8 bzw. 10.9 kleinst verwendet werden.
5. Ein Zweibein am Vorderschaft ist erlaubt.

9.10.16 Wertung:

Die Wertung kann unterteilt werden in
a) halbautomatische Gewehre, die bis 1945 oder
b) ab 1945 bei Behörden eingeführt wurden
c) halbautomatische Gewehre, die nicht unter Klasse I und II fallen.
Zugelassen sind in den Wertungen a) und b) nur Gewehre, die aus einer Dienstwaffe entwickelt und bei einer regulären Armee, Polizei oder Zollverwaltung eingeführt wurden.

9.14. Halbautomatisches Gewehr – G-H 4

9.14.1 Waffe:

Halbautomatisches Gewehr cal. .223 Rem bzw. .30 Carbine.

9.14.2 Visierung:

offene Visierung ohne Ringkorn, Originalvisierung bei .30 Carbine mit oder ohne Kornbacken

9.14.3 Schäftung / Waffe:

Siehe Kapitel 1 Nr. 105 Schießsportordnung.
Zusätzliche Handgriffe und das Benutzen von Hakenkappen sind nicht er- laubt.
Die Waffe wird mittels Gewehrriemen über der Schulter hängend und mit der Mündung etwa 45 nach unten gerichtet zwischen den Stationen und zur Trefferaufnahme mitgenommen. Sicherheitsbedingt sind Systeme, bei denen der Verschluss nicht offen arretiert werden kann, bei dieser Diszip- lin unzulässig.

9.14.4 Abzug:

Der Abzugswiderstand im Moment der Auslösung darf nicht geringer als 1.000 g (Originalabzug bei dem 30.Carbine) sein.

9.14.5 Scheibe:

Ringscheibe, PP1, 45 x 76 cm gemäß 10.6.

9.14.6 Scheibenentfernung:

Vom hinteren Rand der Entfernungslinie gemessen beträgt die Entfernung zur Scheibe 50 m / 25 m / 16 m (+/- 0,1 m).

9.14.7 Anschlagsart: Stehend freihändig.
9.14.8 Schusszahl:

30 Schuss Wertung.

Für diese Disziplin ist eine Drehscheibenanlage erforderlich. Steht keine zur Verfügung kann diese Disziplin auch mit Timer geschossen werden. Die Scheibe zeigt sich auf jeder Station 5 x für je 3 Sekunden, in denen jeweils 1 Schuss abzugeben ist. Falls keine Drehscheibe vorhanden ist, sind die Takte mittels Timer und akustischem Signal vorzugeben.

9.14.9 Fertigstellung:
Im Voranschlag steht der Schütze aufrecht und hält die fertig geladene Waffe mit dem Schaft an der Schulter, die Waffe zeigt im Winkel von
45 mit der Mündung zum Boden. Der Abzugsfinger muss sich dabei deutlich erkennbar außerhalb des Abzugsbügels befinden. Die Scheibe ist sichtbar und wird mit dem Kommando „Achtung“ gedreht.
9.14.10 Schießzeit:

Siehe 9.14.8

9.14.11 Ablauf:

Bevor zur nächsten Station vorgegangen wird, überprüft die Aufsicht, dass alle Magazine leer sind, die Waffe entladen und der Verschluss offen verriegelt ist. Auf Anweisung der Aufsicht werden auf jeder Station jeweils 2 Magazine mit je 5 Patronen geladen und das erste erst nach dem Kommando „Laden und Fertigmachen (ist jemand nicht fertig)“ in die Waffe eingeführt. Der Magazinwechsel nach dem 5. Schuss erfolgt selbstständig. Zur nächsten Station wird erst auf Kommando der Aufsicht vorgegangen.

Station 1:
50 m: 2 x 5 Schuss.

Station 2:
25 m: 2 x 5 Schuss.

Station 3:
16 m: 2 x 5 Schuss

Danach wird Sicherheit hergestellt und von der Aufsicht überprüft. Die Aufsicht fragt: „Gibt es Proteste?“ „Keine Proteste! Trefferaufnahme“
Anschließend folgt die Auswertung an der Scheibe und der Rückmarsch zum Ausgangspunkt unter dem Kommando der Aufsicht.

9.14.12 Anzeige:

Die Beobachtung der Scheibe mit optischen Hilfsmittel ist nicht erlaubt!

9.14.13 Zielhilfsmittel:

Es sind nur Sehhilfen des täglichen Gebrauchs zulässig. Das Abdecken des nichtzielenden Auges ist nicht erlaubt!

9.14.14 Bemerkung:

Gehörschutz und Schutzbrillen siehe Nr. 328.
Kommandos des Leitenden: Die Standard–Kommandos für jede der 3 Distanzen bei den für den Schützen sichtbaren Scheiben sind: „Waffen laden“ „Schützen bereit? Achtung!“ – nach ca. 3 Sekunden „Start!“ (Kommando, akustisches Signal oder Herdrehen der Scheibe) zum Start der Serie.

9.15. Halbautomatisches Gewehr – G-H 5 & LPZ

9.15.1 Waffe:

Halbautomatisches Gewehr cal. .5,56 – 8 x 57 IS.

9.15.2 Visierung:

Elektrooptische Visierung (Reflexvisier) ohne jede optische Vergrößerungsmöglichkeit oder offene Visierung (Höhen und Seiten verstellbar möglich) ohne Ringkorn.

9.15.3 Schäftung / Waffe:

Siehe Kapitel 1 Nr. 105 Schießsportordnung.
Das Benutzen von Hakenkappen ist nicht erlaubt.

Die Waffe wird mittels Gewehrriemen über der Schulter hängend und der Mündung 45° nach unten gerichtet zwischen den Stationen und zur Trefferaufnahme mitgenommen. Sicherheitsbedingt sind Systeme, bei denen der Verschluss nicht offen arretiert werden kann, bei dieser Disziplin unzulässig.

9.15.4 Abzug:

Der Abzugswiderstand im Moment der Auslösung darf nicht geringer als 1.000 g sein.

9.15.5 Scheibe:

T-Scheibe Bw 10.7.

9.15.6 Scheibenentfernung:

Vom hinteren Rand der Entfernungslinie gemessen beträgt die Entfernung zur Scheibe 25 m / 20 m / 16 m.

9.15.7 Anschlagarten:

Stehend freihändig.

9.15.8 Schusszahl:

16 Schuss Wertung. Es werden zwei Magazine mit jeweils 6 und eines mit 4 Patronen geladen.

9.15.9 Schießzeit:

Siehe Ablauf.

9.15.10 Ablauf

Vor dem Wechsel zur nächsten Station wird das leere Magazin aus der Waffe entnommen und die Aufsicht prüft, ob das Patronenlager frei ist. Danach bleibt der Verschluss offen und die Waffe wird mit der Laufmündung 45 nach unten gerichtet zur nächsten Position bzw. zur Trefferaufnahme getragen.
Für jeden nach dem Stoppsignal abgegebenen Schuss wird ein Treffer vom Ergebnis abgezogen.

Station 1:

25 m: 6 Schuss in 2 Minuten.
Auf das Kommando „Waffe mit 6 Patronen laden“ wird die Waffe geladen, entsichert und in den Voranschlag gebracht. Auf das Kommando „Schützen bereit?“ und nach ca. 3 Sek. „Achtung – Start“ gibt der Schütze 6 Schuss innerhalb der 30 Sekunden auf die T-Scheibe in die Ringziele (jeweils 3 auf das linke Ziel und 3 auf das rechte Ziel) ab, wobei nach jedem Schuss das Ziel gewechselt werden muss (keine Doppelschüsse). Danach wird Sicherheit durch Entladen der Waffe und Kontrolle durch die Aufsicht hergestellt. Der Schütze hängt die Waffe mit offenem Verschluss und der Mündung 45 nach unten gerichtet um. Anschließend wird auf Kommando der Aufsicht zur Trefferaufnahme vor- und danach zu Station 2 zurückgegangen.

Station 2:

20 m: 6 Schüsse in maximal 1 Minute.
Auf das Kommando „Waffe mit 6 Patronen laden“ wird die Waffe geladen, entsichert und in den Voranschlag gebracht.
Auf das Kommando „Schützen bereit?“ und nach ca. 3 Sek. „Achtung – Start“ gibt der Schütze je einen Schuss auf die T-Scheibe in die linke Delta-Zone, einen Schuss in die rechte Delta-Zone und dann einen Schuss in die Charly-Zone ab. Diese Schussfolge wird einmal wiederholt. Danach wird Sicherheit durch Entladen der Waffe und Kontrolle durch die Aufsicht hergestellt. Der Schütze hängt die Waffe mit offenem Verschluss und der Mündung 45 nach unten gerichtet um. Anschließend wird auf Kommando der Aufsicht zur Trefferaufnahme vor- und danach zu Station 3 zurückgegangen.

Station 3:

16 m: 4 Schüsse in 10 sec.
Auf das Kommando „Waffe mit 4 Patronen laden“ wird die Waffe geladen, entsichert und in den Voranschlag gebracht.
Auf das Kommando „Schützen bereit?“ und nach ca. 3 Sek. „Achtung – Start“ gibt der Schütze einen Schuss in die Bravo-Zone und dann einen Schuss in die Alpha-Zone der Scheibe ab. Dies wird innerhalb der 10 Sekunden einmal wiederholt.
Danach wird Sicherheit durch Entladen der Waffe und Kontrolle durch die Aufsicht hergestellt. Der Schütze hängt die Waffe mit offenem Verschluss und der Mündung 45 nach unten gerichtet um. Anschließend wird auf Kommando der Aufsicht zur Trefferaufnahme vorgegangen.

9.15.11 Anzeige:

Die Beobachtung der Scheibe mit optischen Hilfsmittel ist nicht erlaubt!

9.15.12 Zielhilfsmittel:

Es sind nur Sehhilfen des täglichen Gebrauchs zulässig. Das Abdecken des nichtzielenden Auges ist nicht erlaubt! Schutzbrillen siehe Nr. 328.

9.15.13 Sicherheit

Nach dem Schießen prüft der Schießleiter die Sicherheit der Waffen (entladen, entspannt und gesichert). Und verkündet „Sicherheit“

9.15.14 Wertung:

Nichttreffer oder falsche Treffer werden als Fehler mit 0 Punkten gewertet.

A-Zone: 5 Punkte
B-Zone: 3 Punkte
C-Zone: 5 Punkte
D-Zone: 1 Punkt
Ringzone innen: 5 Punkte
Ringzone außen: 4 Punkte
9.15.15 Bemerkung:

Für diese Disziplin sind eine Einweisung, ein Trageriemen und 3 Magazine zwingend erforderlich.
Nach Station 3 gibt die verantwortliche Aufsichtsperson das Kommando „Sicherheit“. „Keine Proteste? – Trefferaufnahme.“

Zur Anpassung der Disziplin an den jeweiligen Schießstand ist eine änderung der Entfernungen zum Ziel auf den Stationen 1 bis 3 durch die verantwortliche Aufsichtsperson möglich.

9.16. Halbautomatisches Gewehr – G-H 6 & LPZ & VGZ

Zu dieser Disziplin ist ein Gewehrriemen erforderlich.

9.16.1 Waffe:

Halbautomatisches Gewehr cal. .223 Rem – 8 x 57 IS.

9.16.2 Visierung:

offen (höhen- und seitenverstellbar), Elektrooptische Visierung (Reflexvisier) mit max. 4-facher Vergrößerungsmöglichkeit oder ZF mit max. vierfache Vergrößerung (je nach Art der Visierung unterschiedliche Auswertung).

9.16.3 Schäftung / Waffe:

Siehe Kapitel 1 Nr. 105 Schießsportordnung.
Das Benutzen von Hakenkappen ist nicht erlaubt.

9.16.4 Abzug:

Der Abzugswiderstand im Moment der Auslösung darf nicht geringer als 1.000 g sein.

9.16.5 Scheibe:

2 Ringscheiben gemäß 10.2 oder 2 Klappscheiben, auf denen entsprechende Ringscheiben angebracht sind.

9.16.6 Scheibenentfernung:

Vom hinteren Rand der Entfernungslinie gemessen beträgt die Entfernung zur Scheibe 200 m / 150 m / 100 m (+/- 0,1 m). Scheibenabstand 2 m.

9.16.7 Anschlagarten:

200 m stehend angestrichen,
150 m liegend freihändig,
100 m stehend / kniend freihändig,

9.16.8 Schusszahl:

30 Schuss Wertung.

9.16.9 Schießzeit:

Siehe Ablauf.

9.16.10 Ablauf:

Station 1:
200 m: Der Schütze schießt 10 Schuss innerhalb von 5 Minuten stehend angestrichen an der Auflage, abwechselnd auf die linke und rechte Scheibe. Danach wird Sicherheit hergestellt. Dann wird auf die nächste Station vorgegangen, wobei die Waffe mit der Mündung 45° zum Boden gerichtet ist.

Station 2:
150 m: Der Schütze schießt 10 Schuss innerhalb von 5 Minuten liegend freihändig abwechselnd, auf die linke und rechte Scheibe. Danach wird Sicherheit hergestellt. Dann wird auf die nächste Station vorgegangen, wobei die Waffe mit der Mündung 45° zum Boden gerichtet ist.

Station 3:
100 m: Der Schütze schießt 5 Schuss innerhalb von 2 Minuten stehend freihändig auf die linke Scheibe, stellt Sicherheit her, geht in den Anschlag kniend freihändig und schießt 5 Schuss auf die rechte Scheibe. Danach wird Sicherheit hergestellt und zur Trefferaufnahme vorgegangen, wobei die Waffe mit 45° zum Boden gerichtet ist.

9.16.11 Anzeige:

Die Beobachtung der Scheibe mit optischen Hilfsmittel ist nicht erlaubt!

9.16.12 Zielhilfsmittel:

Es sind nur Sehhilfen des täglichen Gebrauchs zulässig. Das Abdecken des nichtzielenden Auges ist nicht erlaubt! Schutzbrillen siehe Nr. 328.
Kommandos der verantwortlichen Aufsichtsperson: Die Standard–Kommandos für jede der 3 Distanzen bei den für den Schützen sichtbaren Scheiben sind: „Laden und fertig machen“, „Ist jemand nicht fertig?“ (Falls erforderlich: nicht fertig!), „Achtung (nach ca. 3 Sekunden) Start!“. Nachdem die Serie geschossen ist: „Waffe entladen und vorzeigen“, Die verantwortliche Aufsichtsperson ordnet ggf. „Sicherheit“ an. Gibt es Proteste?“, „Keine Proteste! – Trefferaufnahme”.